08.12.09

Bürgermeister Wowereit unterstützt Finanzierung kleinerer Klassen

Antwort aus dem Büro des Bürgermeisters auf die Email "Finanzierung kleiner Klassen in sozialen Brennpunkten" vom 27.11.09:

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Sehr geehrte Frau Sedelies,

der Regierende Bürgermeister dankt Ihnen für Ihre Email vom 27.11.2009. Aus Termingründen hat er mich gebeten, Ihnen zu antworten.

Herr Wowereit hat Ihre Ausführungen zur Finanzierung kleinerer Klassen in sozialen Brennpunkten mit Interesse zur Kenntnis genommen. Da die Federführung zu Angelegenheiten, die den Schulbereich betreffen, allerdings bei der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung liegt, gebe ich Ihre Eingabe dorthin mit der Bitte weiter, Ihre Ausführungen in die dortigen Überlegungen einzubeziehen.

Sehr geehrte Frau Sedelies, ich danke Ihnen – auch im Namen des Regierenden Bürgermeisters – für Ihre Hinweise. Es ist allgemein bekannt, dass die Gelder in Berlin sorgsam verwaltet werden müssen, damit die Verschuldung nicht noch mehr anwächst. Im Falle der Finanzierung kleinerer Klassen bin ich allerdings recht optimistisch, dass ein Weg gefunden wird, dies auch umzusetzen, denn dem Regierenden Bürgermeister und dem Senat ist es weiterhin ein wichtiges Anliegen, die Möglichkeiten der Bildung unserer Kinder zu verbessern.

Bitte erwarten Sie abschließende Nachricht direkt von der Senatsverwaltung. Herr Wowereit wird sich über die Antwort von dort an Sie unterrichten lassen.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Adventszeit und ein besinnliches Weihnachtsfest und alles erdenklich Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Beyer

Der Regierende Bürgermeister
von Berlin - Senatskanzlei -
Bürgerberatung
Frau Beyer - III CB3 -
Berliner Rathaus
10178 Berlin

Tel.: 030/9026-2367
Fax: 030/9026-2370
E-Mail: buergerberatung@senatskanzlei.berlin.de
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Die Email "Finanzierung kleiner Klassen in sozialen Brennpunkten" vom 27.11.09:


Sehr geehrter Herr Bürgermeister Wowereit,

Schulsenator Zöllner hat für das kommende Schuljahr kleinere Klassen in den Grundschulen - besonders in sozialen Brennpunkten - angekündigt. Finanzsenator Nußbaum will jedoch diese kleineren Klassen in sozialen Brennpunkten nicht finanzieren.

Stattdessen sollen die Bezirke sollen mit ihrem bisherigen Budget, verteilt nach der Regelung "Geld pro Schülerkopf", auskommen. Dadurch werden jedoch die sozial schwachen Bezirke systematisch benachteiligt: sie sollen mit demselben Geld für eine bestimmte Schülerzahl kleinere - und also mehr - Klassen einrichten, als die Bezirke mit besserer Sozialstruktur.

Die Konsequenz dieser Politik: vor allem in den sozialen Brennpunkten Berlins werden weiter Grundschulen geschlossen werden. (Mitte hat das exemplarisch für das kommende Schuljahr bereits angekündigt.) Und die Kinder in den sozialen Brennpunkten werden die Zeche zahlen ...

Um zu einer gerechten Lösung zu kommen, müssen die vorhandenen Gelder nach den tatsächlich entstehenden Kosten unter den Bezirken aufgeteilt werden. Das erreicht man dadurch, dass die Gelder nicht nach Anzahl der Schüler aufgeteilt werden, sondern nach Anzahl der Klassen.

Bitte setzen Sie sich für eine gerechtere Verteilung der Gelder für Schulen unter den Bezirken ein! Damit die Schere zwischen armen und reichen Bezirken in Berlin nicht noch weiter auseinander klafft. Und damit auch Kinder in sozialen Brennpunkten eine Chance auf gute Bildung haben!

In der Hoffnung auf Ihr Engagement
Sylke Sedelies
Zwinglistr. 33
10555 Berlin
sylke.sedelies@gmx.de

http://www.gute-schulen-fuer-berlin.de

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